Ufo361 rastet aus wegen AfD-Jugend-Fan: Keine Toleranz für rechte Scheiße
Wer die aktuelle Nachrichtenlage verfolgt, dürfte mitbekommen haben, was sich gestern in und rund um Gießen abgespielt hat: Ufo361 unterbricht seinen Gig, konfrontiert einen Fan direkt auf der Bühne. Der Grund? Dessen Mitgliedschaft in der AfD-Jugend. Ufos Reaktion war unmissverständlich: „Dieser Bastard“, so die Worte des Rappers, der den Fan anschließend der Halle verwies.
Der Vorfall, bei dem der Fan offenbar offen seine politische Zugehörigkeit zeigte, hat die Deutschrap-Blase erwartungsgemäß in Aufruhr versetzt. Während Ufo361 musikalisch oft für seinen extravaganten Style und seine Sound-Evolution gefeiert wird, zeigte er hier eine Haltung, die über Beats und Drip hinausgeht. Eine Haltung, die in der Hall of Fame des Deutschraps immer wieder Thema war und ist.
KEINE GRAUZONEN, KEIN KOMPROMISS
Die Message ist klar: Für rechte Ideologien und deren Jugendorganisationen ist in Ufo361s Welt kein Platz. Und das ist gut so. Rap war schon immer Sprachrohr für die Straße, für Minderheiten, für diejenigen, die sonst keine Stimme haben. Da braucht es keine faulen Kompromisse oder Grauzonen, wenn es um menschenverachtende Politik geht. Viele Artists der Szene haben sich in den letzten Jahren immer wieder klar gegen rechts positioniert, aber selten so direkt und öffentlichkeitswirksam wie Ufo361 an diesem Abend. Das ist keine PR-Masche, das ist ein Statement, das wehtut – und das soll es auch.
Die Worte „Dieser Bastard“ mögen hart klingen, aber sie spiegeln die Wut wider, die viele empfinden, wenn ihre Werte und die Grundsätze eines respektvollen Miteinanders von politischen Bewegungen angegriffen werden, die Spaltung und Hass säen. Es ist eine direkte Ansage, die man in seiner Sammlung der Deutschrap Zitate festhalten sollte.
WAS BEDEUTET DAS FÜR DIE SZENE?
Dieser Move von Ufo361 sendet ein klares Signal an die gesamte Community, von der Hood bis zu den Charts. Er zeigt, dass Haltung wichtiger ist als ein paar verkaufte Tickets oder die Angst vor einem Shitstorm. Es ist ein Reality-Check für alle, die glauben, Musik und Politik ließen sich sauber trennen. In Zeiten, in denen rechte Strömungen immer lauter werden, müssen auch Künstler ihre Reichweite nutzen, um ein klares Zeichen zu setzen. Es geht nicht nur darum, was man rappt, sondern auch darum, wofür man steht. Der Vorfall wird sicherlich noch lange für Diskussionen sorgen und hoffentlich auch andere Artists dazu ermutigen, ihre Stimme zu erheben.
Mehr 10von10-Input: Rap-News-Übersicht.
War Ufo361s Wutausbruch gerechtfertigt oder hat er überreagiert? Diskutiert mit uns im Forum, wie Deutschrap mit Politik umgehen sollte und welche Rolle Artists dabei spielen.