Schwarzwald John fordert Manuellsen: „Was hast du für Afrika getan?“

04.12.2025 · Szene

Die Ansage kam direkt und unmissverständlich: Bodybuilder und Internet-Phänomen Schwarzwald John hat kürzlich auf Social Media Deutschrap-Urgestein Manuellsen ins Kreuzfeuer genommen. Im Zentrum der Kritik stand eine prägnante Frage: „Was hast du für Afrika gemacht?“ Ein Move, der in der Szene hohe Wellen schlägt und Diskussionen über Verantwortung und Herkunft neu entfacht.

Schwarzwald John, selbst aus Guinea-Bissau stammend, hat sich in kurzer Zeit eine beachtliche Reichweite aufgebaut. Seine direkte Art und unverblümte Kommunikation sind sein Markenzeichen. Manuellsen hingegen ist seit Jahrzehnten eine feste Größe im Deutschrap, bekannt für seine klaren Positionen und seine oft polarisierenden Ansichten. Dass gerade er von einem Newcomer im Influencer-Game derart offen angegangen wird, ist bemerkenswert. Es ist nicht der erste Beef, in dem Manuellsen steckt, aber dieser hier trifft einen besonderen Nerv.

WAS HINTER DER FRAGE STECKT

Die Frage nach dem Engagement für Afrika ist mehr als nur ein persönlicher Angriff. Sie ist ein Spiegelbild einer Debatte, die in der Community schon lange schwelt. Viele Künstler mit afrikanischen Wurzeln nutzen ihre Plattform, um auf Missstände aufmerksam zu machen oder Projekte zu unterstützen. Wenn nun jemand wie Schwarzwald John, dessen eigene Story von harter Arbeit und Herkunft geprägt ist, diese Frage stellt, dann geht es nicht nur um Manuellsen. Es geht um die Glaubwürdigkeit und die tatsächliche Wirkung des Engagements, das oft auf Social Media zur Schau gestellt wird. Wir sehen hier einen direkten Call-Out, der die Komfortzone vieler verlassen lässt.

DER DRUCK DER ÖFFENTLICHKEIT

Der Druck auf Künstler, sich auch abseits der Musik zu positionieren, wächst. Gerade, wenn man sich als Sprachrohr oder als Babo inszeniert, wird man an seinen Taten gemessen. Schwarzwald John hat hier einen Punkt getroffen, der weh tut, weil er die Diskrepanz zwischen Wort und Tat aufzeigt. Es geht nicht darum, ob Manuellsen spendet oder nicht, sondern um die Transparenz und das Ausmaß des Engagements, das er vielleicht selbst für sich beansprucht oder das von ihm erwartet wird. Diese Diskussion ist wichtig für die Entwicklung der Szene, denn sie fordert eine ehrliche Auseinandersetzung mit der eigenen Rolle.

Ob Manuellsen auf die Vorwürfe eingeht und wie diese Debatte sich weiterentwickelt, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch klar: Schwarzwald John hat mit seiner Frage nicht nur einen Influencer attackiert, sondern eine Grundsatzdiskussion angestoßen, die die Szene dringend braucht. Es ist ein Reminder, dass Reichweite auch Verantwortung bedeutet und leere Phrasen auf Dauer nicht reichen.

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