Deutschrap Lexikon

Ghettokind

Ghettokind – ausführliche Bedeutung

Kurze Definition: Ein Ghettokind ist jemand, der in einem sozial herausfordernden und oft benachteiligten Viertel aufgewachsen ist und die dortigen Realitäten kennt.

Beispiel

Wie Samra & Capital Bra rappen: „Ich bin ein Ghettokind, aufgewachsen in Berlin.“

Bedeutung im Kontext

Der Begriff beschreibt eine Person, die in einem Viertel mit sozialen Herausforderungen, oft geprägt von Armut, Kriminalität und geringen Chancen, groß geworden ist. Es geht dabei weniger um die ethnische Herkunft, sondern um die Prägung durch das Aufwachsen in einem schwierigen urbanen Umfeld, das umgangssprachlich als „Ghetto“ bezeichnet wird. Es impliziert oft Street Smarts, eine gewisse Härte und Resilienz.

Ursprung

Das Wort setzt sich aus „Ghetto“ und „Kind“ zusammen. „Ghetto“ kommt ursprünglich aus dem Italienischen und bezeichnete abgesonderte Stadtviertel für Minderheiten, später allgemein sozial benachteiligte und segregierte Wohngebiete. Im Deutschen wurde es dann zu „Ghettokind“, um die Person zu beschreiben, die dort aufwuchs und von diesem Umfeld geprägt wurde.

Typische Rap-Use

Im Deutschrap wird der Begriff oft als Ausdruck von Authentizität, Härte und Street Credibility genutzt. Rapper flexen damit, dass sie aus schwierigen Verhältnissen kommen, sich hochgearbeitet haben und die Realitäten der Straße kennen – das macht sie glaubwürdig und unantastbar. Es ist ein Zeichen von Stolz auf die eigene Herkunft, trotz aller Widrigkeiten, und dient dazu, die eigene Lebensgeschichte zu untermauern.

Reimt sich auf

[‚blind‘, ‚geschwind‘, ‚gewinnt‘, ’sind‘]

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