Yakary rastet aus: Eier lecken für Kianush aus der Psychiatrie?
Die Deutschrap-Szene ist wieder mal am Beben, und diesmal ist es Yakary, der mit einem Paukenschlag zurück ist. In einem kurzen Clip, den er selbst als Meldung ‚aus der Psychiatrie‘ betitelt, liefert er eine der krassesten Ansagen der letzten Zeit: ‚Du kannst mir die Eier lecken!‘ – direkt adressiert an Kianush. Ein Move, der sitzt und die ohnehin schon angespannte Stimmung zwischen den beiden Artists weiter eskalieren lässt.
Wer den Beef zwischen Yakary und Kianush verfolgt, weiß, dass das kein Zufall ist. Schon länger fliegen hier die verbalen Geschosse, mal subtiler, mal mit der Brechstange. Yakary ist bekannt für seine kompromisslose Art, immer wieder die Grenzen des Sagbaren auszuloten. Dass er jetzt mit diesem Setting und dieser brachialen Message um die Ecke kommt, zeigt: Hier geht es nicht nur um musikalische Differenzen, sondern um eine tiefsitzende Auseinandersetzung, die vor keinem Tabu Halt macht. Der ’neue Clip‘, wie es heißt, ist dabei nur die jüngste Salve in einem Guerillakrieg, der schon länger schwelt.
WAS HINTER DEM MOVE STECKT
Man kann sich fragen, was Yakary mit einem solchen Auftritt bezwecken will. Provokation? Aufmerksamkeit? Oder ist es einfach die pure, ungefilterte Wut, die da raus muss? Fakt ist, solche Aktionen zementieren seinen Ruf als Enfant terrible der Szene. Während andere Artists versuchen, ihr Image zu polieren oder auf Hochglanz zu trimmen, geht Yakary den entgegengesetzten Weg. Er zelebriert das Unangepasste, das Rohe, das, was viele vielleicht als ‚asozial‘ abstempeln würden. Und genau das ist sein Film. Für seine Fans ist das Authentizität pur, für seine Kritiker ein weiterer Beweis für fehlende Manieren.
DER WERT DER PROVOKATION
Wir bei 10von10 sehen das Ganze differenziert. Klar, die Line ist hart, die Inszenierung provokant bis zum Anschlag. Aber genau das ist Deutschrap auch: Ein Spiegel der Straße, der manchmal eben nicht nur schöne Worte kennt. Es ist ein Statement gegen die Glattgebügeltheit, die sich in Teilen der Szene breitgemacht hat. Yakary erinnert uns daran, dass Rap auch immer noch Ecken und Kanten haben darf, ja sogar muss. Ob dieser spezielle Move nun ‚gut‘ oder ’schlecht‘ ist, spielt dabei eine untergeordnete Rolle. Wichtiger ist, dass er Reaktionen hervorruft und die Diskussion am Laufen hält. Das ist der Stoff, aus dem Legenden gemacht werden – oder eben Beefs, die die Hall of Fame des Deutschraps füllen.
Egal, wie man zu Yakary steht, dieser neueste Schlag gegen Kianush wird Spuren hinterlassen. Er zeigt, dass die alte Schule der direkten Konfrontation noch lange nicht tot ist und dass manche Konflikte eben nicht nur auf der Bühne, sondern auch abseits davon ausgetragen werden. Die Ansage ‚aus der Psychiatrie‘ ist ein weiteres Kapitel in einem News-Feed, der uns auf Trab hält.
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